Dienstag, 8. April 2014

Rezension zu "Als der Sommer eine Farbe verlor" von Maria Regina Heinitz

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Titel: Als der Sommer eine Farbe verlor
Autor: Maria Regina Heinitz
Verlag: Bloomsbury Berlin
Seiten: 496
Preis: Gebundene Ausgabe 19,99 Euro
Erschienen: 10.03.2014








Klappentext:

Eine wunderbar leuchtende und tröstliche Familiengeschichte über Liebe und Verantwortung, Verlust und Annäherung und darüber, was es heißt, den eigenen Weg zu finden.
An einem sorglosen Tag im Sommer ‘76 findet Bénédicte ihre Mutter Aimée in deren Atelier – sie hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Kurz darauf zieht der Vater mit ihr und dem jüngeren Bruder Marcel in die westfälische Provinz. Dort will er die Leitung einer Klinik übernehmen. Fragen nach der Mutter begegnet er ausweichend, immerhin schreibt sie Briefe an ihre Kinder. Die beiden erkunden die vielen Zimmer der alten Villa und den verwunschenen Garten am Rande der Klinik. Dann beginnt die Schule, und Bénédicte lernt die hochbegabte Susi Engel kennen, die zuhören kann wie sonst niemand, und alles weiß über Politik, die RAF und Sex. Außerdem verliebt sie sich in Misha mit dem Rennrad. Mit ihm reist sie nach Hamburg zu einer Vernissage ihrer Mutter. Sie trifft dort nicht, wie erhofft, auf Aimée, entdeckt aber ein Gemälde, das deren lange verschwiegenen Aufenthaltsort verrät. Bénédicte begreift jetzt das nächtliche Fernbleiben des Vaters und warum ihre Mutter sie trotz der Briefe nie treffen wollte – und sie erkennt ihr Recht auf das eigene Glück.

Zusammenfassung:

Bénédicte, ihr Bruder Marcel und ihre geliebte Oma spielen ausgelassen im Garten und verbringen einen unbeschwerten und schönen Sommertag. Bénédicte könnte nicht glücklicher sein alles scheint perfekt. Bis sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter macht, ein merkwürdiges Gefühl beschleicht sie, als sie ins Atelier ihrer Mutter kommt. Sie sollte recht behalten, sie tritt in etwas nasses und erschrickt als sie erkennt es ist Blut, noch schlimmer trifft sie das Trauma als sie erkennt das es das Blut ihrer eigenen Mutter ist die gerade versucht hat sich umzubringen.

Meine Meinung:

Ich hatte schon viel über dieses Buch gehört und gelesen, ich wollte mir unbedingt selbst ein Bild machen und musste es einfach lesen. "Als der Sommer eine Farbe verlor" ist eine einfühlsame, berührende und mitreißende Familiengeschichte, der Debütroman von Maria Regina Heinitz. Der Autorin gelingt es durch ihren einfühlsamen Schreibstil den Leser in Bénédicte Geschichte zu ziehen. Bénédicte von allen Bic genannt ist schwer traumatisiert, schließlich war sie die ihre Mutter nach dem Selbstmord versuch fand. Als wäre das nicht schlimm genug ist ihre Mutter spurlos verschwunden, ihre Vater Emil hüllt sich in Schweigen und geht jeder Frage aus dem weg. Dennoch lässt sich Bic nicht unterkriegen auch wenn sie mit ihren Gefühlen und Empfindungen alleine ist.  Mich hat dieser Roman völlig überzeugt, er erzählt die Geschichte über eine Familie die alles verliert und vor einem Neuanfang steht und einer starken Protagonistin die sich trotzdem nicht unterkriegen lässt.

Das Cover:

Es wirkt schlicht, fällt einem aber trotzdem auf, durch die schöne Schrift und die wunderschöne Farbwahl.

Mein Lieblingszitat:

"Mag sein, das  die Zeit alle Wunden heilt, sehr wahrscheinlich ist das sogar richtig, aber keiner spricht über die Narben, die bleiben und still und unerkannt das Altbekannte verändern." ( S. 418 )

Mein Fazit:

Ein absolut bewegender Roman über ein Mädchen welches langsam zu sich selbst findet und erkennt das auch sie ein Recht auf Glück. Wer gerne berührende Familiengeschichten liest, dem möchte ich dieses Buch unbedingt ans Herz legen.

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die tolle Rezension, du hast mich neugierig gemacht. Ich muss mir dieses Buch wohl auch zulegen.
    Liebe Grüße Karin

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