Montag, 18. August 2014

Rezension zu "Was die Welle nahm" von Vera Kissel

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Titel: Was die Welle nahm
Autor: Vera Kissel
Verlag: Dressler
Seiten: 256
Preis: Gebundene Ausgabe: 14,99 Euro
Erschienen: 21.07.2014














Klappentext:

Wenn die Wahrheit anders ist, als du glaubst. Ausschlafen, schwimmen, rumhängen. Eigentlich könnte der 14-jährige Lukas tun, was er will. Doch zu sehr beschäftigt Lukas der Gedanke an seinen Vater, der beim schrecklichen Tsunami vor zehn Jahren ums Leben kam - und viel mehr noch die Frage, warum niemand über den Vater spricht. Es ist, als hätte es ihn nie gegeben. Auf der Suche nach einer Erklärung entdeckt Lukas etwas, das ihn zunächst völlig aus der Bahn wirft.

Themen wie Trauer, Verlust und die Tsunami-Katastrophe von 2004 werden in diesem Buch literarisch anspruchsvoll umgesetzt, das für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2012 nominiert wurde.

Meine Meinung:

Lukas ist 14 Jahre alt und hat zum ersten Mal in seinen Leben Sturmfrei, da seine Schwester zusammen mit ihren Freund in den Urlaub gefahren ist. Normalerweise sollte er diese Zeit einfach genießen, doch Lukas Gedanken kreisen immer wieder um seinen verstorbenen Vater. Niemand möchte mit ihm etwas über seinen Vater erzählen, also beginnt er auf eigene Faust die Wahrheit heraus zu finden. Eine Wahrheit die alles verändern wird.

Lukas ist mir gleich zu beginn sympatisch, ich kann ihn sehr gut verstehen. Das einzige was er möchte ist die Wahrheit über seinen verstorbenen Vater wissen, doch leider schweigen alle besonders seine Mutter. Niemand so scheint es, möchte mit ihm über seinen Vater sprechen. Als er endgültig die Nase voll hat beginnt er sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit zu machen.

Der Schreibstil in diesem Buch ist etwas besonderes! Zu beginn war etwas gewöhnungsbedürftig, aber innerhalb weniger Seiten ist man mitten in der Geschichte. Man wird sofort in den Bann der Geschichte gezogen und kann sich nur schwer entziehen.

Dieses Buch ist sehr vielschichtig, und die verschieden Themen wie Trauer, Verlust und die Tsunami - Katastrophe von 2004 sind wunderbar umgesetzt worden!

Ein bewegendes Jugendbuch welches uns aufzeigt was geschieht wenn man zwanghaft versucht die Wahrheit zu verschweigen.

Hintergründe zur Tsunami - Katastrophe 2004:

Am 26.12.2004 löste ein schweres Erdbeben eine Reihe schlimmer Tsunamis aus. Durch seine Folgen starben insgesamt ca.  230.000 Menschen. In Thailand forderte die Welle ca. 8000 Todesopfer, darunter auch Lukas Vater.


Das Cover:

Das Cover wirkt auf der einen Seite richtig verträumt, die Farben und die Gestaltung sehen einfach wunderschön aus, daher gefällt mir das Cover richtig gut!

Mein Lieblingszitat:

"Alles, was mir geblieben sind, sind meine Albträume und ein verwaschenes Foto. Sehnsucht, so groß. Wut, manchmal größer. Ein paar Bilder im Kopf, von denen ich nicht weiß, ob es meine Erinnerungen an dich sind."

Fazit:

Mit "Was die Welle nahm" ist der Autorin bewegendes Jugendbuch gelungen welches seinen Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt! Dieses Buch zeigt uns das das Verschweigen der Wahrheit nichts bringt. Sehr emotional wird mit dem Themen Trauer und Wut umgegangen! Daher ganz klar 5 von 5 Sternen!

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