Samstag, 6. Dezember 2014

Rezension zu "Zwischen Winter und Himmel" von Elin Bengtsson

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Verlag: Oetinger
Seiten: 160
Preis: Taschenbuch: 9,99 / E-Book: 8,99 Euro
Erschienen: 01.12.2014








Klappentext:

»Stell dir vor, du wüsstest, dass du beispielsweise in einem halben Jahr sterben musst. Würdest du dann nicht lauter wichtige Sachen machen?« Martin ist einer, der Lieder einfängt und Gitarrenakkorde in Schmetterlinge verwandelt. Die schickt er seinem Bruder Andreas. Aber was, wenn Andreas trotzdem nicht aus seinem Zimmer kommt? Wenn er die Zeit, die ihm noch bleibt, nicht nutzt? Niemand weiß, dass Andreas heimlich eine Liste mit drei Dingen schreibt, die er unbedingt noch tun will – bevor er für immer fort ist. 

Zwischen Winter und Himmel ist Elin Bengtssons berührender Debütroman.


Der erste Satz:

Beim letzten Akkord schließt er die Augen.


Meine Meinung:

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn eines verspricht der Klappentext von vornherein, dieses Buch ist keine leichte Kost. Und dennoch gelang es diesem Buch mich völlig zu fesseln und mitzureißen auch wenn es mich gleichzeitig wirklich traurig gestimmt hat. Aber das ist es doch was ein gutes Buch aus macht, oder?
In dem Leser Emotionen wecken und berühren und das schafft dieses Buch besser als jedes anderes. 

Der Schreibstil der Autorin ist etwas besonderes und ich musste mich erst einmal hinein finden. Doch sobald man das geschafft hat lesen sich die Seiten wie von selbst. Auch der Erzählstil ist etwas besonderes denn dieser wechselt immer wieder zwischen den verschieden Protagonisten hin und her. Anfangs war dies ein wenig störend gewesen doch schon bald habe ich mich mit diesen außergewöhnlichen Erzählstil angefreundet.

Die Charaktere allen voran natürlich Andreas und Martin sind authentisch und liebevoll beschrieben. Andreas und Martin könnten unterschiedlicher nicht sein man könnte meinen sie wären keine Brüder. Doch durch Andreas Krankheit sind die beiden miteinander verbunden, auf eine nicht sehr offensichtliche Art. Das macht die Beziehung der beiden aus, während Andreas sich zurückzieht, sucht Martin Trost bei seiner Musik denn nur wenn er Gitarre spielt kann er ausdrücken was er wirklich fühlt. 

Dennoch hat dieses Buch auch einige kleine Schwächen, denn obwohl es eigentlich um Andreas geht, steht mehr sein Bruder und dessen Beziehung zu seiner Freundin im Vordergrund. Natürlich hätte mich auch sehr interessiert an welcher schweren Krankheit Andreas leidet. Ich weiß nicht, vielleicht ist das so gewollt von der Autorin um Spielraum für die eigene Fantasie rein zu bringen. 

Das waren aber auch schon meine kleinen Kritikpunkte, denn trotz dieser kleinen Schwächen hat mich dieses Buch wirklich beeindruckt. Ein Jugendbuch welches zum nachdenken anregt und dessen Geschichte man so leicht nicht mehr vergisst.

Ich empfehle dieses Buch jeden der sich mit diesem Thema befasst. Aber auch Leser dieses Genres die auf der Suche sind nach einem etwas anderen Roman sind mit diesem Buch bestens bedient. 

Das Cover:

Das Cover gefällt mir richtig gut, es wirkt so geheimnisvoll und ruhig. Es ist ein wirklicher Hingucker in meinen Bücherregal!


Fazit:

Mit "Zwischen Winter und Himmel" ist der Autorin ein aufwühlender und zum Nachdenken anregender Debüt Roman gelungen das trotz minimaler Schwächen sehr lesenswert ist und mich vollkommen überzeugen konnte. Daher bekommt dieses Buch von mir 4 Sterne.

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