Donnerstag, 5. März 2015

[Rezension] Wir sind nicht wir von Matthew Thomas

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Autor: Matthew Thomas
Verlag: Berlin Verlag
Seiten: 896
Preis: Gebundene Ausgabe: 24,99 / E-Book: 18,99 Euro
Erschienen: 16.02.2015


Klappentext:


Wurde je bedingungsloser ans Glück geglaubt als im New York des 20. Jahrhunderts? Matthew Thomas‘ Epos einer irisch-amerikanischen Einwandererfamilie – international schon eine literarische Sensation – umspannt drei Generationen und zeichnet das Porträt von Eileen Tumulty, vielleicht eine der kompromisslosesten Träumerinnen der Literaturgeschichte. 

Ob in dem kleinen Apartment in Queens, in dem Eileen in den 1940er- und 50er-Jahren aufwächst, gelacht oder geweint wird, kommt ganz darauf an, wer gerade zu Besuch ist oder wieviel getrunken wird. Nicht ihre Eltern möchten, dass sie es einmal besser hat – sie selbst will dieser Enge unbedingt entfliehen. Als sie Ed Leary begegnet, einem jungen Wissenschaftler voller Sanftmut, scheint das Ersehnte so nah: ein schönes Haus, eine kleine Karriere, eine glückliche Familie. Doch was, wenn Träume in Erfüllung gehen, das Glück sich aber nicht hinzugesellt? Thomas erzählt nicht von Tellerwäschern und Millionären, sondern von ganz gewöhnlichen Menschen. Denn sie – die Mittelschicht – sind es, die Amerika zu einem mythischen Ort der Freiheit und Selbstverwirklichung gemacht haben. Aber so, wie wir längst wissen, dass dieser Mythos nur eine Chimäre war, erfahren auch Eileen, Ed und ihr Sohn Connell, wie schnell Sichergeglaubtes ins Wanken gerät. Dann stellen sich die drängenden Fragen: Was ist wirklich wichtig im Leben? Hat man ein Recht auf Glück? Und wer sind wir, wenn wir nicht mehr wir selbst sind?


Der erste Satz:

Sein Vater blickte auf die Angelschnur im Wasser.

Meine Meinung:

Dieses Buch in klare Worte zu fassen ist fast unmöglich, nach dem auslesen musste ich die ganze Geschichte einige Tage sacken lassen bevor ich mich hier an meine Rezi setzte. Denn eines ist klar dieses Buch berührt, geht unter die Haut und es bleibt im Kopf, ob man will oder nicht.

Man beginnt mit dem Lesen und lernt die kleine Eileen kennen, das besondere an diesem Buch ist das Eileens Leben wie im Zeitraffer erzählt wird, in den ersten 100 bis 150 Seiten erfährt der Leser alles über ihre Kindheit.
Das fand ich zu beginn bemerkenswert, denn ich hätte nie gedacht das eine komplette Kindheit auf 150 Seiten passen würden.
Eileen hat keine leichte Kindheit, sie muss schon früh Verantwortung übernehmen und wird dadurch schon früh erwachsen.
Doch sie träumt von einen anderen einen besseren Leben, denn diese Träume kann ihr keiner nehmen.

Der Rest des Buches handelt von Eileens Familie, auch der Erzählstil ändert sich. Zum größten Teil wird die Geschichte aus Eileens Sicht erzählt aber auch ihr Sohn Connell kommt immer öfter zu Wort. Die Hauptcharaktere sind Eileen, ihr Mann Ed und natürlich Connell, klar gibt es auch Nebencharaktere aber diese bleiben am Rande und der Autor geht nicht näher auf sie ein.

Der Schreibstil des Autoren ist etwas besonderes das kann man schon so sagen, denn wenn er es schafft den Leser auf sage und schreibe fast 900 Seiten zu fesseln und zu begeistern, dann ist das schon eine enorme Leistung!

Die Handlung beginnt schleichend, und baut sich immer mehr auf, bis man zum Schluss hin einfach sprachlos ist. Aber ich kann und will in dieser Rezension einfach nicht zuviel über den Inhalt verraten, denn das würde in meinen Augen jeden zukünftigen Leser die Freude an diesem Buch vermiesen.

Die Protagonisten Eileen, Ed und Connell sind wirklich authentisch und lebensnah beschrieben. Über kurz oder lang schließt man sie einfach in sein Herz.

Kurz gesagt ein Buch über die Liebe und die Unfähigkeit sie zu zeigen, über Schicksalsschläge die einen den Boden unter den Füßen wegreißen, über Träume die platzen, über die eigenen Schwächen, kurz einfach ein Buch aus dem wahren Leben.  Das macht dieses Buch zu etwas ganz besonderen, eines steht für mich jetzt schon fest dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen.

An dieser Stelle muss ich mich einfach bei dem Berlin Verlag bedanken! Dankeschön das ich dieses überaus berührende Buch in der Leserunde auf LovelyBooks lesen durfte. Auch die Diskussion fand ich sehr anregend.

Das Cover:

Auf dem ersten Blick wirkt es schlicht, doch bei genaueren Hinsehen merkt man wie aussagekräftig dieses Cover doch ist. Mir gefällt es richtig gut und es hätte nicht besser zur Story passen können.


Fazit: 

Mit Wir sind nicht wir ist dem Autor eine Familiengeschichte gelungen die es in sich hat, eine berührende und mitreißende Handlung aber auch starke Protagonisten machen dieses Buch zu meinen Highlight! So schnell werde ich diese Geschichte nicht vergessen. Von mir bekommt dieses Buch daher 5 Sterne!!! Was der Autor mit diesem Buch geschaffen hat ist einmalig, ich ziehe meinen Hut!

1 Kommentar:

  1. Hm ist nicht ganz mein Ding, aber Dich scheint das Buch voll überzeugt zu haben.

    LG Danni

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