Freitag, 22. April 2016

[Rezension] Das Nest von Kenneth Oppel und Jon Klassen


Titel: Das Nest
Autor: Kenneth Oppel
Verlag: Dressler
Seiten: 217
Preis: Gebundene Ausgabe: 12,99 Euro
Erschienen: 25.01.2016
Wertung: 4 / 5
Bildquelle / Cover: © Dressler









(Quelle: Dressler)



Steve durchlebt eine schwere Zeit: sein neugeborener Bruder kämpft um sein Leben und fordert damit natürlich alle Aufmerksamkeit seiner Eltern. Währenddessen zeichnet sich vor dem Dachüberhang bedrohlich ein Wespennest ab. Als sich eines Nachts die Wespenkönigin in Steves Träume einschleicht und ihm anbietet, das Baby zu "reparieren", scheinen seine Wünsche erhört zu werden. Doch die Dinge nehmen eine finstere Wendung, als Steve erkennt, was wirklich mit dem Kleinen geschehen soll.
"""Das Nest"" von Jon Oppel wurde eindringlich illustriert von Jugendliteraturpreis-Gewinner Jon Klassen.



                   




"Als ich sie zum ersten Mal sah, hielt ich sie für Engel."




                       

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, das Cover fiel mir sofort auf, auch der Klappentext klang gut aber eine wirkliche Vorstellung was mich erwartet hatte ich nicht.

Steve ist anders, er ist Einzelgänger und völlig anders als die anderen Kinder in seinem Alter. Er leidet unter Ängsten und meidet andere.
Seine Eltern haben kaum noch Zeit für ihn da das Baby krank ist, es leidet unter einen schweren Gendefekt und die Ärzte sind ratlos.
Eines Nachts schleicht sie die Wespenkönigin in Steves Träume, sie macht ihm ein unwiderstehliches Angebot. Wird er dieses Angebot annehmen? Ist er sich den Folgen bewusst?


Der Schreibstil des Autoren ist locker und flüssig, dadurch liest sich dieses Buch sehr angenehm.
Ich habe es auch durch seiner doch geringen Seitenzahl zügig ausgelesen.
Die Illustrationen von Jon Klassen sind in schwarz weiß gehalten und unterstreichen die Story noch.

Die Charaktere sind authentisch und realistisch gezeichnet.
Der kleine Steve tat mir wirklich leid, er hat es wirklich nicht leicht und die Situation mit dem Baby macht das ganze nicht besser.

Die Handlung ist sehr fesselnd und spannend aber auch mysteriös und geheimnisvoll.
Dieses Buch entwickelt eine ganz eigene Art von Horror, das gefiel mir natürlich richtig gut.
Allerdings habe ich bei der Altersempfehlung so meine Bedenken, ein Kinderbuch ist "Das Nest" auf keinen Fall. Die Stimmung im Buch ist düster und gruselig, ich würde dieses Buch jetzt nicht meinen fast 11 jährigen Sohn zum lesen geben.
Ich denke eine Empfehlung ab 14 Jahren wäre hier geeigneter.

Dennoch möchte ich euch dieses Buch empfehlen. Dieses Buch ist sowohl für jung als auch alt besonders lesenswert.

                                

Mit "Das Nest" ist dem Autoren ein geheimnisvolles, düsteres und fesselndes Jugendbuch gelungen welches mich gut unterhalten konnte.
Von mir bekommt dieses Buch 4 Eulen!




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