Mittwoch, 6. April 2016

[Rezension] Die Reise der Amy Snow von Tracy Rees



Autor: Tracy Rees
Seiten: 480
Preis: Broschiert: 14,99 / E-Book: 12,99 Euro
Erschienen: 14.03.2016
Wertung: 5 / 5
Bildquelle / Cover: © List / Ullstein Verlag







(Quelle: Ullstein Verlag)


 Ein Buch über zwei ungleiche Frauen, deren Freundschaft bis weit über den Tod hinaus andauert

Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: Ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England.



               



"Aurelia Vennaway hielt den Atem an, als sie auf Zehenspitzen den muffigen Salon verließ und heimlich über den Flur schlich."


                              



Auf dieses Buch war ich riesig gespannt, der Klappentext überzeugte mich sofort und das Cover ist einfach wunderschön, es passt hervorragend zur Story.

Aurelia ist acht Jahre alt als sie im Park ihres Elternhauses ein nacktes und schreiendes Baby findet.
Ohne jedes zögern nimmt die sich dem Säugling an und bringt ihn nach Hause.
Den Eltern zum trotz setzt Aurelia es durch das dieses Baby bei ihnen bleiben darf.
Sie vergöttert das kleine Mädchen und gibt ihm den Namen Amy Snow.

Doch Amy Snows Leben ist nicht leicht, sie darf den Herrschaften Lady Celestina und Sir Charles nicht unter die Augen treten, denn für die beiden ist dieses Findelkind ganz klar eine Schande.
Amy lebt von nun an bei den Dienstboten der Familie, diese ziehen das kleine Mädchen auf. Zwischen Aurelia und Amy entwickelt sich über die Jahre eine innige Freundschaft.
Bis Aurelia plötzlich stirbt und ihre Freundin Amy auf eine Reise schickt die alles verändern wird...


Der Schreibstil der Autorin war zu beginn etwas gewöhnungsbedürftig, doch wie zu der Zeit damals passte er perfekt zum Jahr 1831. Schon nach wenigen Seiten hatte es die Autorin geschafft mich in den Bann der Story zu ziehen.
Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht von Amy, das gefiel mir natürlich richtig gut so hatte ich einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.

Ich muss ja gestehen das ich sehr selten historische Romane lese, falls doch dann muss einfach alles passen. So war es auch mit diesem Buch hier passte einfach alles. Die Story spielt vor einem historischen Hintergrund doch im Vordergrund steht ganz klar die Freundschaft zwischen Amy und Aurelia.

Die Charaktere sind authentisch und realistisch gezeichnet.
Ich konnte mich sowohl in Amy als auch in Aurelia hineinversetzten. 
Was mich aber wirklich schockierte war die Haltung von Lady Celestina und Sir Charles.
Sicher zu dieser Zeit war nun mal ein Findelkind ohne Eltern eine Schande, gerade wenn man bedenkt das die Mutter die Amy einfach ausgesetzt hat.
Doch ich dachte nicht das die beiden über Jahre hinweg Amy gegenüber völlig kalt bleiben.

Amy ist eine unglaublich starke junge Frau, sie erträgt die Demütigungen der Herrschaften mit Würde. Aurelia ist ihre beste Freundin und engste Vertraute.

Die Handlung ist sehr fesselnd und auch spannend.
Amys Reise konnte mich völlig begeistern und mitreißen.
Auch jetzt nach dem lesen bin ich noch immer begeistert und werde diese Story so schnell nicht vergessen.

Klare und uneingeschränkte Empfehlung.


                          



Mit "Die Reise der Amy Snow" ist der Autorin ein grandioser Roman über eine Freundschaft die auch über den Tod hinaus bestehen kann gelungen. Natürlich bekommt dieses Buch von mir die volle Punktzahl, 5 Eulen!





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