Montag, 16. Mai 2016

[Rezension] Tage mit Leuchtkäfern von Zoe Hagen

Autor: Zoe Hagen
Verlag: Ullstein
Reihe: Einzelband
Seiten: 192
Preis: Broschiert: 13,00 / E.Book: 9,99 Euro
Erschienen: 14.03.2016
Wertung: 5 / 5
Bildquelle / Cover: © Ullstein







(Quelle: Ullstein)



 »Das Leben ist ein Privileg«, sagte ich. »Das Leben ist ein Privileg?«, fragte Noah erstaunt. »Ja«, sagte ich. Noah zog die Luft ein, ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er drehte sich zu Fred und den anderen um und fragte: »Wo zum Henker hast du denn den kleinen Gandhi hier her?«

Du bist einsam und unglücklich, dein Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben.







"Lieber Gott, ich schreibe, weil ich sonst wahnsinnig werden würde."



                       


Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt, was mir natürlich als erstes aufgefallen war, war das Cover. Ich finde es einfach wunderschön.
Der Klappentext machte mich neugierig und ich war sehr gespannt was mich erwarten würde. Natürlich war mir schnell klar das dieses Buch eine ernste Thematik aufweist.

Nun nach dem lesen frage ich mich wie ich ein Buch derart ernsten und auch aktuellen Thema bewerten soll, denn eines ist klar, es ist alles andere als leicht.


Das Buch an sich ist aus Antonias Sicht, es ist aufgebaut aus Tagebucheinträgen.
Das hat mir natürlich richtig gut gefallen und finde ich grandios gewählt, denn so war ich als Leser, noch näher bei Antonia, ich erlebte und fühlte mit ihr.
Antonia schreibt an Gott und schildert so ihren Alltag, ihre Gefühle und Gedanken und beschreibt ziemlich authentisch das Verhältnis zu ihrer Mutter. Auch schreibt sie über ihre Krankheit, denn Antonia leidet an einer Essstörung.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und sehr flüssig, dadurch liest sich dieses Buch in einem Zug aus. Mit seinen gerade mal über 190 Seiten habe ich es an einem Abend ausgelesen. Dieses Buch entwickelte eine ganz eigene Sogwirkung der ich mich nicht entziehen konnte.

Antonia hatte es noch nie leicht in ihren Leben, sie ist eine Aussenseiterin und hat keine Freunde. Das macht sie natürlich ziemlich traurig. Als sie jedoch durch Zufall den Club "Der Club der verhinderten Selbstmörder" beitritt lernt sie andere Jugendliche kennen denen es ähnlich geht wie Antonia.
Zum ersten mal findet sie Freunde und fühlt sich verstanden.

Die Handlung ist wirklich extrem berührend. Antonia stellt sich immer häufiger die Frage, lohnt es sich zu kämpfen?
Auch die Essstörung wird hier nicht beschönigt, die Autorin beschreibt das ganze vollkommen realistisch.
Das Ende machte mich noch mal sprachlos und fassungslos.

Ich kann euch sagen dieses Buch ist keine leichte Kost für zwischendurch.
Dieses Buch ist anders, dieses Buch ist berührend, erschreckend, emotional und einfach was ganz besonderes.

Wer auf der Suche nach etwas besonderen ist der wird mit diesem Buch bestens bedient. Ich empfehle euch vorab die Leseprobe zu lesen.

                                


Mit "Tage mit Leuchtkäfern" ist der Autorin ein erschreckend realistischer Roman gelungen der etwas ganz besonderes ist. Von mir bekommt dieses Buch die volle Punktzahl!





Kommentare:

  1. Huhu,

    ich habe das Buch auch erst gelesen aber leider konnte es mich nicht so berühren wie dich. Schön, dass es dir so gefallen hat.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  2. Das muss ich mir notieren, klingt nach meinem Geschmack... Ist notiert.

    Liebe Grüße - Lenchen

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