Donnerstag, 27. Oktober 2016

[Rezension] Gold Ruhm Zitrus von Claire Vaye Watkins

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Autor: Claire Vaye Watkins
Verlag: Ullstein
Reihe: Einzelband
Seiten: 416
Preis: E-Book: 19,99 / Gebundene Ausgabe: 24,00 Euro
Erschienen: 22.09.2016
Wertung: 3 / 5
Bildquelle / Cover: © Ullstein Verlag






(Quelle: Ullstein Verlag)



Niemand kann sagen, wann es das letzte Mal in Kalifornien geregnet hat. Das Land liegt unter einer gigantischen Dünenformation begraben, die Bewohner werden, teils mit Waffengewalt, teils durch undurchsichtige bürokratische Vorschriften davon abgehalten, in fruchtbarere Regionen zu ziehen. Die meisten haben sich mehr oder weniger freiwillig in Notlager begeben, einige wenige hausen in den Villen und Bungalows, die andere verlassen haben, und leben von Notrationen. Auch Luz und Ray gehören zu ihnen. Als das Schicksal ein zweijähriges Mädchen namens Ig in ihre Hände legt, ändert sich für sie alles. Luz, ehemaliges Model, will des Kindes wegen die Flucht nach Osten wagen, ihr Freund Ray, Kriegsveteran und Surfer, unterstützt sie trotz seiner Vorbehalte. Spätestens als sie in den Weiten der Amargosa-Wüste auf eine sektenartige Kommune und ihren charismatischen Anführer stoßen, wird klar, dass Gefahr nicht nur von der erbarmungslos brennenden Sonne ausgeht. 
Die gleißende Schönheit der Landschaftsbeschreibungen lässt in keiner Sekunde die tödliche Bedrohung vergessen, die über allem liegt. Ein kluger Roman über die Folgen von Gier und Ausbeutung der Natur und das Urmenschliche im Angesicht der Katastrophe.








"Den Präriehund vor sich her ins Haus zu jagen war ein Fehler gewesen. Das verstand Luz Dunn jetzt, aber sie hatte so lange kein kleines Lebewesen gesehen, und das Tier hatte sie überrascht."






Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden.
Der Klappentext überzeugte mich ziemlich schnell und ich war gespannt was mich wohl erwarten würde.
Wer mich kennt weiß das ich unglaublich gerne Dystopien lese, daher waren meine Erwartungen an dieses Buch enorm hoch.

Doch leider muss ich sagen hat mich diese Dystopie nicht vollends überzeugen können.
Sicherlich gab es einige Dinge die mir richtig gut gefielen aber es gab auch einiges was mir überhaupt nicht gefallen hat.

Kurz zum Inhalt:
Es herrscht Dürre, in Kaliforniern hat es schon ewig nicht mehr geregnet.
Das führte dazu das sämtliches Leben zum Stillstand kam. 
Fast die ganze Bevölkerung flieht in andere Staaten der USA, in der Hoffnung dort noch Wasser zu finden. 

Den Schreibstil der Autorin empfand ich teilweise als anstrengend. Er war zu detailliert, das führte dazu das ich mich schnell langweilte. An sich mag ich einen solchen Stil recht gerne nur leider übertrieb es die Autorin. 
Das Buch zog sich dadurch unnötig in die Länge. Natürlich war mir klar das es sich bei diesem Buch um eine anspruchsvolle Dystopie handelt, doch ich fand es einfach zu anspruchsvoll.

Im Vordergrund des Buches stehen Luz und Ray, sie ein ehemaliges Model und er ein Surfer.
Das Buch ist in verschiedene Teile aufgeteilt, der erste Teil ist an sich ist noch Recht spannend, dieser beschreibt das Leben in der vertrockneten Einöde, er beschreibt das Dasein von Luz und Ray.

Ich muss gestehen es kam mir teilweise wie ein Kampf vor, ich musste mich durch das Buch kämpfen, ich musste aufpassen das ich nicht Faden verlor, denn spätestens im zweiten Teil konnte das ziemlich leicht geschehen.
Gerade auch weil die Gedanken von Luz immer wieder abschweiften, zurück zu ihrer Vergangenheit oder aber in ihre eigene Fantasiewelt und das empfand ich als ziemlich anstrengend.
Vielleicht hatte ich auch nicht die nötige Geduld? Wer weiß, auf jeden Fall brauchte ich ziemlich lange für dieses Buch.

Irgendwann hatte ich es aufgegeben nach einen tieferen Sinn der Story zu suchen.
Was mir positiv aufgefallen ist war die geschilderten Misstände und die vertrocknete Welt.
Dieses Buch regt auch klar zum Nachdenken an, es zeigt auf was geschehen kann wenn man der Natur zu viel abverlangt, es zeigt was geschieht wenn man die Natur als Selbstverständlichkeit sieht.

Ich habe mir lange Gedanken gemacht wie ich dieses Buch bewerten soll.
Ich gebe diesem Buch 3 Punkte, mehr ist leider nicht drin.
Empfehlen kann ich dieses Buch nur bedingt.
Solltet ihr Interesse an diesem Buch haben so würde ich euch empfehlen erst einmal die Leseprobe zu lesen.





Mit "Gold Ruhm Zitrus" ist der Autorin eine etwas langatmige Dystopie gelungen die völlig anders ist. Leider konnte sie mich nur teilweise überzeugen.
Daher bekommt dieses Buch von mir 3 Punkte.





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