Dienstag, 18. Oktober 2016

[Rezension] Irgendwo im Glück von Anna McPartlin



Autor: Anna McPartlin
Reihe: Einzelband
Seiten: 464
Preis: Taschenbuch: 12,99 / E-Book: 10,99 Euro
Erschienen: 26.08.2016
Wertung: 5 / 5
Bildquelle / Cover: © Rowohlt






(Quelle: Rowohlt)



Von der Autorin des Bestsellers «Die letzten Tage von Rabbit Hayes»: Ein neuer Roman voller Humor, Liebe, Traurigkeit und Hoffnung.

Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.

Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens - für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.






"Bis auf Füßescharren, ein Klacken und Maisies eigenen Herzschlag war es still im Saal. Scharr, klack, bumm, scharr, klack, bumm. Komm runter, altes Schaf, beruhig dich. Alles wird gut."






Auf dieses Buch war ich unglaublich gespannt, ich hatte schon einige Bücher der Autorin gelesen.
Was mir hier zu erst aufgefallen war, war natürlich der Titel und auch der Klappentext.
Allein schon dieser Klappentext bescherte mir Gänsehaut.

Selten habe ich ein derart emotionales und auch erschreckend ehrliches Buch in den Händen gehalten. Ich begann mit dem lesen und habe es in einem Zug ausgelesen, was anderes war mir gar nicht möglich.
Das Buch beginnt mit einem Prolog der mich wirklich mitnahm, er lässt schon vermuten das dieser Familie etwas schreckliches widerfahren ist.
Das Buch beginnt wie ein Rückblick, es schildert das Leben der Familie, es gewährt Einblick in das Leben der jeweiligen Protagonisten.
Obwohl man eigentlich schon weiß was geschehen ist so ist dieses Buch in keinerlei Hinsicht langweilig, vielmehr steigert dies die Spannung.
Ich für meinen Teil wollte unbedingt wissen wie es zu diesem Unglück kommen konnte. Welche Faktoren spielten eine Rolle? Oder war es eine Verkettung unglücklicher Umstände, wie es oftmals der Fall ist?

Zunächst lernte ich Maisie kennen, diese Frau beeindruckte mich sofort. Sie hat so viel erlebt und durch gestanden, sie hat sich im wahrsten Sinn des Wortes ins Leben zurück gekämpft.
Endlich scheint in ihren leben alles rund zu laufen, doch dann scheint wieder alles den Bach runter zu gehen.
Maisies Mutter ist an Alzheimer erkrankt, natürlich kümmert sie sich liebevoll um ihre Mutter. In wachen und klaren Momenten scheint es so zu sein wie früher. Bis der Nebel des vergessen wieder zuschlägt.

Maisies Kinder Jeremy und Valerie sind ihr ein und alles.
Jeremy ist ihr ältester Sohn und hilft der Familie wo er kann, für sein Alter wirkt er auf mich ziemlich reif. Er übernimmt Verantwortung und kümmert sich rührend um seine Oma.
Valerie steckt gerade mitten in der Pubertät, das macht die Familiäre Situation nicht gerade leichter, der Alltag ist geprägt von Valeries Gefühlsschwankungen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr locker und flüssig.
Durch den Wechsel der Charaktere konnte ich mich in jeden einzelnen hineinversetzten und somit auch ihr handeln nachvollziehen.
Besonders Jeremys Gefühle gingen mir nahe, ich konnte ihn so gut verstehen.

Ich habe bis zum Schluss gehofft das es sich noch zum guten wendet und es vielleicht doch ein Happy End gibt. Doch leider gab es dieses nicht.
Ich habe mit Maisie gelitten, ich habe gehofft und gebangt.
Ich habe mit ihr die verzweifelte Suche nach ihren Sohn begleitet und konnte es einfach nicht glauben das Jeremy plötzlich weg ist.

Als sich das ganze schließlich auflöst wird die ganze Tragweite dieses Unglücks deutlich.
Ich war unendlich traurig und hatte Tränen in den Augen. Ich konnte es nicht fassen und war ehrlich schockiert.
Was die Autorin hier geschaffen hat ist wieder einmal ein Meisterwerk.
Schonungslos und ehrlich zeigt sie auf was Jeremy geschehen ist.

Ich für meinen Teil bin begeistert und freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Werk.
Klare Empfehlung!







Mit "Irgendwo im Glück" ist der Autorin ein emotionales und berührendes Buch gelungen welches seinen Leser schonungslos und ehrlich zum nachdenken anregt.
Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.








Kommentare:

  1. Huhu,
    seit dem Messewochenende habe ich von dem Buch hier eine Leseprobe liegen, aber noch nicht reingeschaut. Nun verbinde ich das Buch allerdings vor allem mit Werthers-Bonbons, da diese nämlich an die Leseproben geklebt waren ;)
    Klingt allerdings nicht ganz nach meinem Genre, auch wenn sich deine Rezi sehr gut liest.
    Viele Grüße
    Anja

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  2. Hey meine Liebe,

    ein interessantes Buch, welches mir schon öfters mal über den Weg gelaufen ist.
    Es klingt in deiner Rezi auf alle Fälle wirklich toll.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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