Mittwoch, 15. Februar 2017

[Rezension] #fingerweg von Susan Fülscher


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Titel: #fingerweg
Autor: Susan Fülscher
Verlag: Carlsen
Reihe: Einzelband 
Seiten: 224
Preis: eBook / Taschenbuch: 6,99 Euro
Erschienen: 22.12.2016
Wertung: 5 / 5
Bildquelle / Cover: © Carlsen 






(Quelle: Carlsen)



Das Abi in der Tasche. Und gleich erfüllt sich der nächste Traum: Lisa ergattert den ersehnten Praktikumsplatz beim glamourösen Produzenten Maxime Léon! Klar, jetzt stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen. Obwohl ihr die Arbeit Spaß macht, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Ihr Chef macht nicht nur zweideutige Bemerkungen. Er berührt sie auch immer öfter scheinbar zufällig. Als Lisa es nicht länger aushält, beschließt sie ihr Schweigen zu brechen und sich zu wehren.







Der Tag des Abiballs war warm und sonnendurchflutet.
Schon früh am Morgen saß ich mit einem Becher Milchkaffee auf der Terrasse, die Haare ungekämmt, die Füße nackt, und plötzlich war es da: dieses wahnsinnige Gefühl von Glück.





Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden, eine liebe Freundin hatte es mir empfohlen. Ich habe es mir genauer angeschaut und war sofort begeistert.
Der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb, doch auch das Cover und der Titel machten mich neugierig.

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, es beschäftigt sich mit dem sensiblen und aktuellen Thema des sexuellen Missbrauchs am Arbeitsplatz. Der Autorin ist es einmalig gelungen die einzelnen Stufen zu schildern die das Opfer durch macht. Das tut sie sehr emotional und berührend, so dass selbst ich einige male heftig schlucken musste. Der Schreibstil der Autorin liest sich locker und flüssig zudem ist er sehr leicht verständlich.

Lisa ist 18 Jahre alt sie ist hübsch, schlau und zielstrebig denn sie weiß genau was sie will.
Deshalb ergreift sie auch die einmalige Chance und nimmt das sagenhafte Jobangebot an, denn damit stehen ihr die Türen zur Filmhochschule offen.
Obwohl ihr der neue Job unglaublich viel Spaß macht fühlt sie sich schon bald nicht mehr wohl, das liegt vor allem an ihren Chef. Zu beginn macht er nur zweideutige Anspielungen, doch als er Lisa immer wieder berührt ist Schluss und Lisa beschließt ihr Schweigen zu brechen.

Das ganze beschreibt die Autorin realistisch und nachvollziehbar, Lisas Schicksal passiert täglich überall auf der Welt. Das machte in meinen Augen dieses Buch so besonders. Dieses Buch hat einen schlimmen und auch ernsten Hintergrund und genau dadurch regt dieses Buch zum nachdenken an.

Die Charaktere hat die Autorin voller Farbe gezeichnet. Gerade Lisa habe ich schnell in mein Herz geschlossen, sie ist so unglaublich stark und gibt nicht auf, sie kämpft und lässt sich nicht unterkriegen. Trotz der Spirale aus Furcht, Angst, Ekel, Zweifel, Hoffnungslosigkeit und Machtlosigkeit lässt sie sich nicht unterkriegen und genau dafür hat Lisa meinen größten Respekt!

Die Handlung ist wie ich schon erwähnte sehr berührend, emotional und aufwühlend.
Ich denke das dieses Buch durchaus auch von Schulen im Deutschunterricht durch genommen werden sollte. Denn dieses Buch regt zum Nachdenken an, es zeigt einige Hilfestellungen auf und es öffnet jedem die Augen.

Ich kann euch deshalb dieses Buch nur empfehlen.
Klare und uneingeschränkte Empfehlung.







Mit "#fingerweg" ist der Autorin ein einfühlsames und berührendes Buch gelungen welches die Augen öffnet und zum nachdenken anregt, die aktuelle Thematik wurde realistisch geschildert und überzeugte mich auf ganzer Linie.
Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.






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