Donnerstag, 16. Februar 2017

[Rezension] Wir zwei in fremden Galaxien von Kate Ling


Amazon

Autor: Kate Ling 
Reihe: Band 1 der Ventura Saga
Seiten: 336
Preis: Gebundene Ausgabe: 17,00 / eBook: 12,99 Euro 
Erschienen: 16.02.2017
Wertung: 5 / 5
Bildquelle / Cover: © Lübbe






(Quelle: Lübbe)



"Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben." 


Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?







Ich weiß, es sind Vögel, aber nur, weil man mir es gesagt hat.
Unbeschreiblich viele, in einer langen Reihe, als würden sie auf etwas warten.





Auf dieses Buch habe ich mich unglaublich gefreut. Das Cover ist einfach nur wunderschön, es ist mir sofort aufgefallen und ich war sofort hin und weg.
Was mich jedoch endgültig überzeugte war der Klappentext.

Die Grundidee des Buch gefiel mir auf Anhieb und nun nach dem lesen kann ich sagen der Autorin ist es einmalig gelungen diese umzusetzen.
Sie schafft es eine zarte Liebesgeschichte geschickt mit einer doch recht düsteren Welt in der Gefühle verboten sind zu verknüpfen.

Seren lebt auf dem Raumschiff Ventura, sie ist genau wie ihre Eltern dort geboren und wird dort auch sterben. Denn sie gehört zu einer interstellaren Generation, sie wird dieses Raumschiff nie verlassen, sie wird nie einen anderen Planeten sehen, sie kennt nicht einmal die Erde.
Das Leben auf der Ventura besteht aus strickten Regeln, jeder Bewohner der Ventura erfährt nach seiner Schulausbildung welchem Arbeitsplatz ihm zugeteilt wird und wer sein Lebenspartner ist.
Während die meisten Menschen auf der Ventura ihr Schicksal annehmen ohne sich zu wehren, kann Seren ihr Schicksal nicht hinnehmen. Alles in ihr sträubt sich gegen das ganze System.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen.
Sie schaffte es mich innerhalb weniger Zeilen an die Seiten zu fesseln und wollte und konnte auch dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ich muss sagen die Liebesgeschichte an sich fand ich toll doch was mich wirklich unglaublich fesselte war das Leben auf der Ventura.
Das hat die Autorin hier einmalig geschildert, durch ihren wundervollen Stil lief mein Kopfkino auf Hochtouren.
Jeder der Bewohner ist eigentlich das Eigentum der NASA, keiner der Bewohner hat einen freien Willen, sie wurde quasi nur erschaffen um für die Mission zu sichern.
Das ganze fand ich schon ziemlich beklemmend. Gerade Seren sticht heraus in dem sie sich ihren freien Willen beibehält und das System der Ventura mehr als einmal hinterfragt.
Doch damit macht sie sich keine Freunde, hinzu kommt dass sie sich verliebt hat und mit ihren Lebenspartner nichts anfangen kann.

Die Charaktere hat die Autorin wundervoll gezeichnet.
Gerade Seren habe ich schnell in mein Herz geschlossen, sie ist eine so unglaublich starke Protagonistin die sich den Mund nicht verbieten lässt.
Doch auch all die anderen Charaktere sind voller Farbe gezeichnet.

Die Handlung ist fesselnd, spannend, düster, berührend und emotional.
Gerade das Ende gleicht einem finalen Showdown der mich völlig fertig gemacht hat. Ich habe es nicht gewagt zu Atmen ich war völlig fassungslos.
Das Buch endet an sich ohne Cliffhanger aber es lässt noch sehr viel Freiraum für die anderen Teile der Reihe und das finde ich gut so denn ich habe noch so viele Fragen die noch nicht beantwortet wurden.

Zusammenfassend kann ich sagen hat mir dieser Reihenauftakt richtig gut gefallen, er macht Lust auf mehr und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band der Reihe!
Klare und uneingeschränkte Empfehlung.






Mit "Wir zwei in fremden Galaxien" ist der Autorin ein spannender und fesselnder Reihenauftakt gelungen der mich begeistert hat. Ihr wundervoller Schreibstil, tolle Charaktere und eine spannende wie auch berührende Handlung überzeugten mich auf ganzer Linie.
Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen


Die aufgeführten Cover und Buchabbildungen sind das Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers und dienen nur zur Veranschaulichung.