Sonntag, 19. März 2017

[Rezension] Ich bin böse von Ali Land


Autor: Ali Land
Verlag: Goldmann
Reihe: Einzelband
Seiten: 352
Preis: Taschenbuch: 9,99 / eBook: 3,99 Euro
Erschienen: 20.02.2017
Wertung: 4 / 5
Bildquelle / Cover: © Goldmann






(Quelle: Goldmann)




Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter ...





Hast du je von einem weit, weit entfernten Ort geträumt?






Auf dieses Buch war ich unglaublich gespannt, alleine schon der Titel samt Cover machten mich neugierig. Doch auch die Thematik und der Klappentext überzeugten mich auf Anhieb.

Milly ist schwer traumatisiert, die Ereignisse der letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Doch Milly hatte Glück, sie bekam eine neue Identität und wurde zu einer Pflegefamilie gebracht.
Schon bald beginnt der Prozess gegen Millys Mutter, diese wiederum ist eine brutale Serienmörderin.
Doch warum quälen Milly plötzlich Schuldgefühle?
Tut ihr der Verrat an ihrer Mutter leid?
In ihrer Pflegefamilie hat sie niemanden dem sie sich anvertrauen kann, auch nicht Phoebe, diese scheint Milly quasi zu hassen.
Doch die ganzen Ereignisse lösen etwas in Milly aus, etwas böses, sie ist schließlich nicht umsonst die Tochter einer Mörderin....

Der Einstieg ins Buch fiel mir etwas schwer.
Der Schreibstil der Autorin an sich liest sich locker aber die gewählte Erzählweise war für mich recht gewöhnungsbedürftig.
Doch schon nach wenigen Seiten hatte ich mich an diese besondere Erzählweise gewöhnt.

An sich ist dieses Buch eher ruhig, zwar merkte ich deutlich das sich etwas zusammen braut.
Aber die Spannung lies ein wenig auf sich warten.
Das störte mich aber nicht denn das Buch fesselte mich dennoch an die Seiten so das ich immer weiter gelesen habe, ich konnte und wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Es entwickelte eine ganz eigene Sogwirkung.

Milly ist eine außergewöhnliche Protagonistin.
Ein junges Mädchen welches schwer traumatisiert ist wird in ihrer neuen Familie scheinbar herzlich aufgenommen. Doch der schein trügt, wie wird Milly den Druck verkraften? Hat sie sich unter Kontrolle oder endet sie wie ihre Mutter.

Phoebe ist eine Protagonistin die es mir schwer gemacht hat. Ich habe verabscheut, ihr Verhalten Milly gegenüber, ihre Streiche und all das fand ich einfach furchtbar.
Dabei ist es doch Phoebe ebenfalls einiges Schlucken muss und es eben nicht so leicht hat.
Teilweise zeigt Phoebe ein Verhalt was mehr als bedenklich ist...

Mike ist ein weiterer Charaktere der in meinen Augen sehr wichtig war, gerade für den Verlauf der Story. Als Ehemann und Vater hat er völlig versagt, gerade er sollte merken was mit seiner Tochter und seiner Frau geschieht. Doch er sieht es nicht, er blendet alles aus und vertieft sich in seine Arbeit.

Die Handlung an sich war sehr verstörend, beklemmend, berührend und gleicht einer Achterbahn der Gefühle. Dieses Debüt der Autorin hat mich gepackt und nicht mehr los gelassen.
Zwar ist es eher ein ruhiger Roman doch er überzeugt durch seine ganz eigene Art. Ich für meinen Teil bin begeistert und kann euch somit dieses Buch nur empfehlen.




Mit "Ich bin böse" ist der Autorin ein packendes Debüt gelungen welches mich gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Ein berührendes, emotionales aber auch verstörendes Buch welches mich tief berührte. Dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne.




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