Freitag, 9. Februar 2018

[Rezension] Morgenland von Luise Rist



Autor: Luise Rist
Verlag: cbt
Seiten: 289
Preis: Taschenbuch: 8,99 / eBook: 7,99 Euro
Erschienen: 09.01.2018
Wertung: 4 / 5
Bildquelle / Cover: © cbt

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 Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.
Dieser Beitrag ist nach § 6 TMG als Werbung zu kennzeichnen.




(Quelle: cbt)



Flucht in ein neues Leben

Die junge Deutsche Frida reist nach Serbien, um dort Flüchtlinge an der Grenze zu Ungarn zu unterstützen. Dort begegnet sie dem Afghanen Ali. Die beiden verlieben sich, und Frida schließt sich ihm und einer Gruppe jugendlicher Flüchtlinge an. Bei einer nächtlichen Fluchtaktion werden sie erwischt und in ein Auffanglager gebracht. Als sie von dort ausbrechen, gelingt ihnen schließlich mithilfe eines Unbekannten die Flucht nach Deutschland. Doch Ali fällt es schwer, sich einzuleben, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt ...








"Es ist doch nur ein Typ", sagt Anita am Telefon.








Auf dieses Buch bin ich nur zufällig aufmerksam geworden. Was mich neugierig machte war der Titel, als ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte war es um mich geschehen und ich wollte dieses Buch unbedingt lese.

Ausschlaggebend war für mich die Thematik, denn diese könnte aktueller kaum sein.
Tag täglich müssen unglaublich viele Menschen ihre geliebte Heimat verlassen und flüchten. Die genauen Zahlen weiß man nicht doch es sind tausende wenn nicht mehr.
Sei es im Fernsehen oder im Internet, das Thema Flüchtlinge ist aktueller den je.
Genau aus diesem Grund finde ich es wichtig das es eben solche Bücher wie "Morgenland" gibt. Bücher die wachrütteln und die Augen öffnen.

Ich begann mit dem lesen und brauchte etwas bis ich in die Story rein kam.
Doch nach ein paar Seiten war ich in der Story versunken.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig. Dadurch liest sich das Buch fast wie von selbst.
Ich habe jede freie Minute mit dem lesen verbracht und konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen.

Nachdem ich es nun ausgelesen habe kann ich sagen das es mir wirklich gut gefallen hat. Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt. 
Ich hätte mir mehr tiefe bei den Charakteren gewünscht, ich finde das ganze wurde etwas zu nüchtern und sachlich geschildert. Ein wenig mehr Tiefe und ein paar mehr Emotionen wäre hier toll gewesen.

Doch trotz meine Kritik ist dieses Buch überaus lesenswert. Es öffnet einem die Augen und es lies mich nicht mehr los.
Es berührte mich und ich hatte während des lesen immer wieder einen dicken Kloß im Hals.

Frida reist völlig überstürzt nach Serbien, von jetzt auf gleich beschließt sie Flüchtlingen zu helfen. 
Dort lernt sie Ali kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn.

Ich muss gestehen das ich Fridas Reaktion für naiv halte, und ich konnte ihr handeln nicht nachvollziehen. Sicherlich fand ich toll das sie Flüchtlingen helfen will, doch das ganze kam so überraschend und plötzlich, das es leider nicht mehr authentisch wirkte.

Alis Geschichte berührte mich sehr, was er erleben musste trieb mir die Tränen in die Augen.
Es war schlimm, brutal und hat mich schockiert.

Doch auch hier fehlte mir einfach die Tiefe, ich wurde mit Ali leider nicht warm, das gleiche gilt für Frida. Das fand ich sehr schade denn das ganze hätte durchaus noch Luft nach oben gehabt.

Obwohl mir nicht alles gefallen hat, finde ich es dennoch sehr lesenswert. Es ist ein ehrliches Buch welches wachrüttelt, ein Buch welches mich berührte.
Deshalb kann ich hier eine klar Empfehlung aussprechen.





Mit "Morgenland" ist der Autorin ein bewegender und packender Roman gelungen.
Ein Roman der die Augen öffnet und wachrüttelt.
Da ich aber auch kleinere Kritikpunkte hatte kann ich hier nur 4 Sterne vergeben.




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